Wie kannst Du Dein Influencer-Marketing mit Retargeting-Anzeigen in sozialen Medien steigern

Die Wiederverwendung der Posts Deiner Influencer-Marketingkampagnen als Retargeting-Anzeigen in sozialen Medien ist eine effiziente Möglichkeit, die Performance Deiner Kampagne zu steigern.

Influencer sind kreative Experten, die ansprechende Inhalte für Deine Marke und Deine Produkte erstellen. Es wäre also eine Schande, wenn dieser Inhalt nur einmal für eine einzelne Kampagne verwendet würde.

In diesem Blogbeitrag erklären wir Dir, warum Retargeting die Leistung Deiner Influencer-Marketingkampagnen verbessern kann und wie auch Du das erreichen kannst.

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Retargeting vs. Remarketing

Bevor wir fortfahren, sollten wir uns darauf einigen, was wir mit den jeweiligen Begriffen meinen.

Die Begriffe Remarketing und Retargeting werden oft als Synonyme verwendet. Sie bedeuten das Schalten von Werbung oder das Zusenden einer anderen Art von Nachricht an eine Zielgruppe, die zuvor bereits mit Deiner Marke Kontakt aufgenommen haben.

Worin genau der Unterschied liegt, kommt darauf an, wen Du fragst. Zum Beispiel betrachtet Neal Patel, ein bekannter Digital Marketing-Unternehmer, Retargeting als Online-Remarketing und Remarketing als Überbegriff. Rejoiner hingegen beschreibt Remarketing als lediglich das Ansprechen bestehender Zielgruppen per E-Mail.

Für uns bedeutet Retargeting, mit den Inhalten der Influencer in Ihrer Kampagne das bestehende Publikum in den sozialen Medien zu kontaktieren.

Das Ziel des Retargeting kann viele Formen annehmen. Du kannst damit aktuelle Kunden über Sonderangebote informieren oder frühere Käufer davon überzeugen, wieder bei Dir zu kaufen.

Im Falle des Influencer-Marketing kannst du Retargeting auch verwenden, um die Follower des Influencers, die nicht konvertiert haben, erneut anzusprechen.

Verwende Retargeting im Influencer-Marketing, um Personen genau dann anzusprechen, wenn sie kaufbereit sind

Photo rubixen.com

Ein direkter Verkauf ist natürlich das Endziel der meisten Werbekampagnen. Niemand will Geld in Marketing oder Werbung stecken und im Gegenzug nichts Greifbares dafür bekommen.

Als Vermarkter denken wir allerdings manchmal, dass eine Kampagne gescheitert ist, wenn sie nicht sofort Verkäufe generiert hat.

Aber seien wir ehrlich: In den meisten Fällen sind die Leute nicht bereit oder gewillt, sofort einen Kauf zu tätigen, nachdem sie eine Anzeige gesehen haben. Sie könnten allgemein an dem Angebot interessiert sein und werfen vielleicht sogar einen Blick auf die Website. Aber sie entscheiden sich dennoch, in diesem Moment noch nicht zu kaufen.

Richtiges Influencer-Marketing kann eine der authentischsten Werbemethoden für Deine Marke sein. Die Empfehlungen einflussreicher Personen haben einen größeren Einfluss als reine Werbung. Leute vertrauen den Meinungen anderer mehr als den Aussagen von Marken. Und besonders Micro-Influencer können viel Vertrauen schaffen.

Influencer-Marketing-Kampagnen können jedoch, genauso wenig wie jeder andere Werbe-Kanal, keine Conversion-Rate von 100% garantieren. In den Fällen, in denen die Kunden einfach nicht in der Lage oder bereit waren, bei Dir einzukaufen, musst Du sie erneut ansprechen, um sie zurück auf Deine Website zu locken.

Der Unterschied zwischen Influencer-Marketing und anderen Marketingkampagnen besteht darin, dass Du für die Retargeting-Anzeigen keine Inhalte erstellen musst. Die Influencer haben das schon für Dich getan!

Sie haben die Fotos aufgenommen und die Texte geschrieben, weshalb der nächste Schritt für Dich darin liegt, einfach die Retargeting-Kampagnen einzurichten.

Wie funktioniert Retargeting im Influencer-Marketing?

Du kannst dein jeweiliges Werbenetzwerk verwenden, um die Zielgruppe der Influencer zu erreichen. Am einfachsten ist es natürlich, sie in dem Netzwerk neu anzusprechen, in dem die Kampagne ursprünglich geschaltet wurde.

Auf Instagram funktioniert der Retargeting-Funnel wie folgt:

influencer marketing with retargeting

Der Funnel beginnt auf dem Feed, der naturgemäß mehr Aufmerksamkeit erregt. Der Link zur jeweiligen Zielseite wird für eine bestimmte Anzahl von Tagen auch als Link in der Biografie (Profil) des Influencers verwendet. Dieser wird jedoch nicht oft genug angeklickt, um wirklich genug Traffic auf die Website zu generieren.

Die meisten Zugriffe auf die Website und damit die meisten Verkäufe werden über eine Story generiert, die den Call-To-Action (CTA) und den Swipe-Up-Link enthält.

Deshalb ist es wichtig, mit Influencern zusammenzuarbeiten, die mindestens 10.000 Follower haben, da der Swipe-Up-Link nur ab diesem Punkt möglich ist.

Nachdem die Kampagne über die Beiträge des Influencers genügend Besuche auf der Website generiert hat, können die Retargeting-Kampagnen gestartet werden.

Spreche Lookalike- und nicht konvertiere Zielgruppen an

Die wichtigste Zielgruppe für die Retargeting-Kampagne sind die Personen, die auf die Landing Page der Kampagne geklickt, aber nicht konvertiert haben.

Diese Leute haben bereits ihr Interesse bekundet, waren aber, aus welchem Grund auch immer, noch nicht für einen Kauf bereit.

Andere Zielgruppen, die ein Retargeting wert sind, sind Lookalikes der Personen, die über den Link einen Einkauf getätigt haben. Lookalike-Zielgruppen von anderen Käufern sind ebenfalls eine gute Option.

Natürlich kannst Du auch Deine bestehenden Kunden ansprechen. Personen, die längere Zeit nicht bei Dir gekauft haben, können dies nach einer Empfehlung eines Influencers erneut tun.

Denke auch darüber nach, ob Du versuchen könntest, dieses Produkt an die Käufer anderer komplementärer Produkte zu verkaufen.

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Verwende die am besten funktionierenden Posts der Influencer für dein Retargeting

Beispiel-Post von @saraahloves für eine INFLURY-Kampagne mit Paula’s Choice mit einer Engagement-Rate von über 11%

Die in der Retargeting-Kampagne tatsächlich verwendeten Anzeigen sollten die besten Inhalte der Influencer sein. Sie haben bereits gut funktioniert, also ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch in der Retargeting-Kampagne wieder gut funktionieren werden.

Verwende die Anzeigen, die über den Link in der Bio (Profil) des Influencers oder den Swipe-Up-Link in den Stories die meisten Verkäufe oder Klicks erzielt haben.

Zusätzlich solltest du die Posts auswählen, die für am meisten Interaktionen (Likes und Kommentare) während der Influencer-Kampagne gesorgt haben.

Denk daran, dass Du die Zustimmung der Influencer benötigst um ihre Fotos für Retargeting-Anzeigen zu verwenden. Möglicherweise musst Du für die Nutzungsrechte an diesen Fotos etwas mehr bezahlen, aber es lohnt sich.

Die Vereinbarung der Nutzungsrechte kann bereits Bestandteil der Influencer-Kampagne sein. Oder Du kannst von Fall zu Fall verhandeln, wenn Du feststellst, dass ein bestimmter Inhalt besonders gut abschneidet.

Variiere die Anzeigentexte

Nachdem Du die Zustimmung des Influencers erhalten hast, hast Du das Recht, die Fotos zu verwenden. Wir empfehlen jedoch nicht, die Texte des Influencers wiederzuverwenden.

Abhängig von der gewählten Zielgruppe haben sie die Texte möglicherweise bereits gesehen, aber nicht wie erhofft reagiert. Das Wiederholen derselben Nachricht wird also höchstwahrscheinlich kein anderes Ergebnis bringen.

Außerdem fühlt es sich viel persönlicher an, wenn aus dem Text der Anzeige hervorgeht, dass die jeweilige Person sie bereits gesehen hat.

Aber seie dabei nicht zu aufdringlich. Wir haben uns zwar schon daran gewöhnt, dass wir von Werbung verfolgt werden, eine Erinnerung daran braucht aber niemand.

Außerdem verwandeln sich die Beiträge des Influencers nicht unbedingt direkt in einen Anzeigetext. Höchstwahrscheinlich ist der Text zu lang, um die Anforderungen für Werbeanzeigen der sozialen Netzwerke gerecht zu werden – ein bisschen Bearbeitung ist also erforderlich.

Die Anzeigen sollten eine Mischung der erfolgreichsten Posts und einer neuen, verbesserten Call-To-Action (CTA) sein.

Best Practices für die Retargeting-Anzeigen

Denke daran, die Personen auszuschließen, die durch die ursprünglichen Influencer-Marketing-Kampagnen konvertiert haben. Wenn die Personen bereits bei Dir gekauft haben, solltest du ihnen eher Produkte, die ihren letzten Kauf unterstützen, anzeigen. Das können z.B. bei Schuhen eine Schuhpflege-Creme oder Sohlen sein. Bei anderen Produkten könntest du ihnen jetzt zum Beispiel ein Set anzeigen, mit dem sie, bei einem weiteren Kauf, Geld sparen.

Halte immer einige verschiedene Variationen der Überschriften und Anzeigetexte bereit, um durch A/B-Tests herausfinden zu können, welche am besten funktionieren. Und vergesse nicht, sowohl Story- als auch normale Feed-Anzeigen zu schalten.

Kopiere die Feed-Anzeige jedoch nicht einfach als Story-Anzeige. Erstens sind die Formate unterschiedlich (quadratisch vs. vertikal) und zweitens werden die Formate von den Nutzern anders verwendet.Entweder scrollen sie durch den Feed oder wischen zwischen Stories. Das bedeutet, dass die gleiche Anzeige nicht unbedingt an beiden Stellen funktioniert.

Schlussfolgerung

Nur wenige Leute sind sofort bereit, einen Einkauf zu tätigen, auch wenn sie Produktempfehlungen von einer vertrauten Quelle erhalten. Durch ein Retargeting der Personen, die Deine Influencer-Marketingkampagne bereits gesehen haben, kannst Du genau die Personen ansprechen, die vor einem Kauf mehr Zeit benötigen.

Du solltest Influencer-Marketing nicht als einmalige Kampagne betrachten, bei der Influencer nur ein paar Mal posten und das war’s. Der Inhalt kann problemlos im gesamten Marketing-Mix wiederverwendet werden.

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